AUSSCHREIBUNG

Juniorprofessur mit Tenure Track Option

für das Fachgebiet
Kunstwissenschaft und Ästhetische Theorie
Kennziffer: JP152/17

am Institut für Kunstwissenschaft - Filmwissenschaft - Kunstpädagogik der Universität Bremen

Bewerbungsschluss: 30.05.2017

+/-

VORTRAG – Vortragsreihe studio
30. Mai 2017, 19.00 Uhr
Universität Bremen, GW2, B 3850

Alexandra Staub, Penn State University (USA)
Gleichmacherei:
Warum die Genderwahrnehmung in der Architekturtheorie unerlässlich ist

+/-

VORTRAG
29. Juni 2017, 19 Uhr
Städtische Galerie Delmenhorst

Katharina Eck, Bremen
Vom Anbahnen der Liebe auf Tapeten.
Einblicke in die Liebes- und Kulturgeschichte der Tapete und des tapezierten Wohnraums

+/-

PUBLIKATIONEN

Irene Nierhaus / Kathrin Heinz (Hg.): Matratze/Matrize. Möblierung von Subjekt und Gesellschaft. Konzepte in Kunst und Architektur. Bielefeld: transcript, 2016.

Kathrin Heinz: Heldische Konstruktionen. Von Wassily Kandinskys Reitern, Rittern und heiligem Georg. Bielefeld: transcript, 2015.

www.transcript-verlag.de

Christiane Keim: Stadtkronen – systematisch siedeln. In: Claudia Perren, Torsten Blume und Alexia Pooth für die Stiftung Bauhaus Dessau (Hrsg.): Große Pläne! Moderne Typen, Fantasten und Erfinder. Zur angewandten Moderne in Sachsen-Anhalt 1919-1933. Bielefeld/Berlin: Kerber-Verlag, 2016, S. 98-117.

AUSSCHREIBUNG

An der Universität Bremen ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt im Fachbereich Kulturwissenschaften (FB 9) am Institut für Kunstwissenschaft – Filmwissenschaft - Kunstpädagogik folgende Professur zu besetzen:
Juniorprofessur mit Tenure Track Option
Besoldungsgruppe W1
im Beamtenverhältnis auf Zeit
für das Fachgebiet

Kunstwissenschaft und Ästhetische Theorie
Kennziffer: JP152/17

 
zunächst befristet auf drei Jahre mit der Verlängerungsmöglichkeit um weitere drei Jahre. Bei erfolgreicher Evaluierung ist die Entfristung zu W 2 vorgesehen.
 
Die zu berufende Persönlichkeit soll das Fachgebiet Kunstwissenschaft und Ästhetische Theorie mit einem Schwerpunkt der neueren Kunstgeschichte in kulturwissenschaftlicher Perspektivierung in Forschung und Lehre vertreten.
In der Lehre soll die Stelleninhaberin/der Stelleninhaber das Feld der Kunstwissenschaft und der Ästhetischen Theorie in seiner Breite in den fachwissenschaftlichen und schulischen Studiengängen im Bachelor und Master gestalten und das Lehrprofil weiterentwickeln. Die Universität Bremen steht seit ihrer Gründung für den Anspruch auf eine enge Verknüpfung von Forschung und Lehre. Erwünscht ist die Beteiligung am Konzept des „Forschenden Studierens“.
In Forschung und Lehre wird ein Schwerpunkt im Bereich neuerer Kunstgeschichte erwartet mit erwünschten Anschlussstellen zur neusten Kunstgeschichte, zur Visuellen Kultur sowie zur Geschlechterforschung auf dem Niveau des Forschungsstandes. Die Auseinandersetzung mit aktuellen kulturwissenschaftlichen und theoretischen Diskursen in transdisziplinärer Orientierung ist erwünscht.
Die Weiterentwicklung und Profilbildung des fachlichen Schwerpunkts und die Integration in die Kooperation der Universität mit dem Mariann Steegmann Institut. Kunst & Gender mit den Forschungsfeldern zu Raum- und Bildverhältnissen wird ausdrücklich erwartet.
Von der zu berufenden Persönlichkeit wird ebenfalls die aktive Mitarbeit an der Internationalisierung und internationalen Vernetzung, sowie die Bereitschaft zur Drittmittelakquise für Forschungsprojekte erwartet.
Die Universität Bremen bietet neben einem angenehmen kollegialen Arbeitsklima ein lebendiges wissenschaftliches Umfeld, in welchem sich sowohl innerfachliche wie interdisziplinäre Kooperationen - wie mit der Universität Oldenburg - entfalten können.
Einstellungsvoraussetzungen sind ein einschlägiges abgeschlossenes Hochschulstudium, eine herausragende Promotion, die nicht länger als 5 Jahre zurückliegen sollte, internationale Sichtbarkeit, weitere wissenschaftliche Leistungen sowie der Nachweis der pädagogischen Eignung und didaktisches Engagement. Juniorprofessorinnen und -professoren werden zu Beginn ihrer Tätigkeit von der Lehre entlastet, um sich wissenschaftlich weiter qualifizieren zu können. Die Lehrverpflichtung liegt im Schnitt bei 4 LVS.
 
Sofern vor oder nach der Promotion eine Beschäftigung als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder wissenschaftlicher Mitarbeiter oder wissenschaftliche Hilfskraft erfolgt ist, sollen Promotions- und Beschäftigungsphasen zusammen nicht mehr als sechs Jahre betragen haben (§ 117 BremBG).
Die Universität Bremen strebt die Erhöhung des Anteils von Frauen im Wissenschaftsbereich an und fordert deshalb Wissenschaftlerinnen nachdrücklich auf sich zu bewerben. Außerordentlich begrüßt werden internationale Bewerbungen und Bewerbungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit Migrationshintergrund. Schwerbehinderten Bewerberinnen/Bewerbern wird bei im Wesentlichen gleicher fachlicher und persönlicher Eignung der Vorrang gegeben.
Bitte senden Sie Ihre Bewerbung mit Lebenslauf (inklusive Zeugniskopien), Nachweisen der Forschungs- und Lehraktivitäten sowie einem Forschungs- und Lehrkonzept (in einer pdf-Datei), zusammen mit drei Publikationen (in drei separaten pdf-Dateien) unter Angabe der Kennziffer bis zum 30.05.2017 per Post an die u.a. Adresse oder auf elektronischem Wege an die Dekanin Prof. Dr. Dorle Dracklé (bewerbungenfb9@uni-bremen.de)

Dekanin des Fachbereichs Kulturwissenschaften
Frau Prof. Dr. Dorle Dracklé
Universität Bremen, FB 9
Postfach 33 04 40
28334 Bremen

+/-

VORTRAG - Vortragsreihe studio
30. Mai 2017, 19.00 Uhr
Universität Bremen, GW2, B 3850

Alexandra Staub, Penn State University (USA)
Gleichmacherei:
Warum die Genderwahrnehmung in der Architekturtheorie unerlässlich ist

Die Architekturtheorie wird überwiegend als geschlechtlich neutral dargestellt, jedoch zeigt schon die Analyse von Inhalten und Vermittlungsformen, dass die in der Lehre gängigen Architekturtheorien überwiegend männliche Erfahrungen widerspiegeln. Im Vortrag wird untersucht, wie eine Architekturtheorie mit Berücksichtigung von Gender aussehen könnte und welche Vorteile eine solche Herangehensweise bringt.

+/-

Wohnen - jener vermeintliche Ort des Privaten - ist in der Moderne als gesellschaftlicher Schauplatz figuriert, an dem sich die innenorientiert moderne Subjektivität fortwährend veräußert, ausstellt und ausstellen muss. Wohnen richtet als politische, soziale und kulturelle An-Ordnung Zuschreibungen an Geschlechter, Ethnien, Körper und Nation ein.
Das Forschungsfeld ist eine Kooperation des Instituts für Kunstwissenschaft - Filmwissenschaft - Kunstpädagogik der Universität Bremen mit dem Mariann Steegmann Institut. Kunst & Gender.
Leitung und Konzept: Irene Nierhaus, Kathrin Heinz
studio ist die Vortragsreihe des Forschungsfeldes, Koordination und Durchführung: Christiane Keim

PUBLIKATIONEN

Irene Nierhaus / Kathrin Heinz (Hg.)

Matratze/Matrize. Möblierung von Subjekt und Gesellschaft. Konzepte in Kunst und Architektur.

Bielefeld: transcript, 2016
www.transcript-verlag.de

Die Matratze ist Grundelement des Wohnens, jenes Ding unseres Alltags, auf dem wir schlafen, lieben, faulenzen, träumen, gesunden und sterben. Sie ist Inbegriff von Intimität und Körperlichkeit und zugleich Agentin von Normierungen in Subjektivierungsprozessen und sozialen Beziehungen.
Die Matrize dient in diesem Band als Theoriefigur, um die Matratze und die mit ihr verbundenen Prägevorgänge und Wissenskomplexe am vermeintlich privatesten Ort zu betrachten.

464 Seiten, kart., zahlr. Abb.
ISBN 978-3-8376-3205-7, 39,99€

  ________________________________


Kathrin Heinz

Heldische Konstruktionen.Von Wassily Kandinskys Reitern, Rittern und heiligem Georg

Bielefeld: transcript, 2015
www.transcript-verlag.de

Reiter und Ritter zählen zu den Lieblingsmotiven von Wassily Kandinsky. Insbesondere der mit dem Drachen kämpfende heilige Georg wird von ihm wiederholt dargestellt. Kathrin Heinz zeigt die grundlegende Bedeutung dieses Motivs für das künstlerische Programm des so genannten »Vorreiters« der Abstraktion auf und klärt, wie sich anhand eines Bildzeichens im Kontext historischer Männlichkeitsvorstellungen und künstlerischer Identitätspolitiken Lektüren über Kandinskys Selbstverständnis als Künstler generieren lassen. Ihre Studie leistet zudem eine kritische Reflexion kunstgeschichtlicher Erzählmuster und stellt damit einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Künstler/innenforschung dar.

324 Seiten, kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN 978-3-8376-1944-7, € 39,99

  ________________________________

Christiane Keim

Stadtkronen – systematisch siedeln.

In: Claudia Perren, Torsten Blume und Alexia Pooth für die Stiftung Bauhaus Dessau (Hg.): Große Pläne! Moderne Typen, Fantasten und Erfinder. Zur angewandten Moderne in Sachsen-Anhalt 1919-1933.

Bielefeld/Berlin: Kerber-Verlag, 2016.

Neunzig Jahre nach der Eröffnung des Dessauer Bauhauses zeigt „Große Pläne! Moderne Typen, Fantasten und Erfinder“ erstmals, dass das Bauhaus als Forum internationaler Avantgarden kein Solitär war, sondern Teil einer großen Utopie zur Moderne. Von 1919 bis 1933 wuchs in Mitteldeutschland eine Industrieregion der Zukunft heran, die eng verbunden war mit visionären und ideellen Plänen zu einem neuen Menschenbild, umgesetzt in Architektur, Pädagogik, Reklame bis hin zum Weltraum. Die Ausstellung erschließt vom Bauhaus ausgehend Korrespondenzen mit Magdeburg, Halle (Saale), Leuna, Merseburg, Wolfen und Elbingerorde.

Das spannende Begleitbuch öffnet den Blick in ein hoch aktives Feld dynamischer Gedankenexpeditionen durch Akteure wie Walter Gropius, Gertrud Arndt, Bruno Taut, Benita Koch-Otte oder Wilhelm Deffke.

224 Seiten, 29 farbige und 94 s/w Abbildungen
ISBN 978-3-7356-0184-1, 39,95€

  ________________________________


BAND 1 SCHRIFTENREIHE

wohnen+/-ausstellen (Hg. Irene
Nierhaus, Kathrin Heinz):

Irene Nierhaus, Andreas
Nierhaus (Hg.)

Wohnen Zeigen. Modelle und Akteure

des Wohnens in Architektur und
visueller Kultur


Bielefeld: transcript 2014
Schriftenreihe wohnen+/-ausstellen, Bd. 1; www.transcript-verlag.de

Mit der Moderne ist Wohnen zu einem umkämpften Schauplatz gesellschaftlichen Handelns geworden, in dessen Mitte die Verhandlung des Subjekts und seiner sozialen Beziehungen steht. In unterschiedlichen Medien wie Architektur, Ausstellung, bildender Kunst, Zeitschrift, Film oder Literatur werden Modelle und Vorbilder produziert. In diesem Zeigen des Wohnens sind explizit und implizit Bewertungen und Erzählungen von einem richtigen oder schlechten Wohnen enthalten. Damit wird ein »Wohnwissen« realisiert, das an der Organisation der Wohnbauten und Wohnräume ebenso teilhat wie an den Bildwelten des Wohnens und an Vorstellungen von und über Bewohner/-innen. Die Beiträge des Bandes loten Wohnen als Verfahrensspielraum zwischen Didaktik und Handlungspotenzial aus.

366 Seiten, kart., zahlr. Abb., ISBN 978-3-8376-2455-7, € 38,99


  ________________________________


BAND 2 SCHRIFTENREIHE
wohnen +/-ausstellen (Hg. Irene 
Nierhaus, Kathrin Heinz): 



Katharina Eck / Astrid Silvia
Schönhagen (Hg.)

Interieur und Bildtapete
.
Narrative des Wohnens um 1800


Bielefeld: transcript 2014
Schriftenreihe wohnen+/-ausstellen, Bd. 2; www.transcript-verlag.de
 
Bildtapeten im Interieur um 1800 sind an der Herausbildung und Formung einer spezifischen, an bürgerlichen Werten orientierten Wohnkultur maßgeblich beteiligt. Sie entfalten Erzählungen im bewohnten und bewohnbaren Raum, in dem sich Diskurse über »geschmackvolles« Einrichten mit ästhetischen und moralischen Wertvorstellungen der Epoche verschränken. Zugleich sind die tapezierten Interieurs Aushandlungsorte von Erzählungen der Bewohnerinnen und Bewohner und ihrer vielfältigen Praktiken im Alltag, die mit zeitgenössischen Idealen von Körper, Geschlecht, Ethnizität und Nation verknüpft sind.
Solchen Narrativen und Beziehungsgeflechten spüren die Beiträge dieses Bandes nach, der aus interdisziplinärer Perspektive die mannigfaltigen Verschränkungen von Inneneinrichtung, Raumanordnungen und Subjektkonstitution in Wohndiskursen zu Beginn der Moderne offenlegt und einer kulturhistorischen Neubewertung unterzieht.
Band 2 der Reihe »wohnen+/-ausstellen«.

250 Seiten, kart., zahlr. Abb., ISBN 978-3-8376-2418-2, € 29,99 €