VORTRAG
9. Mai 2016, 18 Uhr, Universität Bremen, GW 2, B 3850
Kornelia Hoffmann, Bremen
Irgendwo im Raum verankert

VORTRAG - Vortragsreihe studio
9. Juni 2016, 19 Uhr, Universität Bremen, GW 2, B 3850
Änne Söll, Bochum
Was kocht denn da?
Fragen an die „Frankfurter Küche“ als Ausstellungsobjekt

VORTRAG - Vortragsreihe studio
28. Juni 2016, 19 Uhr, Universität Bremen, GW 2, B 3850
Kea Wienand, Oldenburg
Migrantische Wohnsituation als Thema der Kunst der 1970er/1980er Jahre

PUBLIKATION
Kathrin Heinz: Heldische Konstruktionen.Von Wassily Kandinskys Reitern, Rittern und heiligem Georg. Bielefeld: transcript, 2015.
www.transcript-verlag.de

VORTRAG
9. Mai 2016, 18 Uhr, Universität Bremen, GW 2, B 3850
Kornelia Hoffmann, Bremen
Irgendwo im Raum verankert

Wohnräume und Raumverhältnisse stehen im Fokus der künstlerischen Praxis von Kornelia Hoffmann. Sie untersucht diese hinsichtlich ihrer emotionalen Bedeutung und Eindrücklichkeit auf das Körperliche, wie z.B. Schwindel, Schwerkraftentzug und Wohlbefinden. Architektur und Lebensräume werden in ihrer Beziehung zu Erinnerungen, Erfahrungen und Traumbildern in verschiedenen Serien und Formaten thematisiert. Ausgangspunkt der Arbeiten sind fotografische Bilder, die sich - ergänzt durch verschiedene Materialien - auch zu räumlichen Installationen und Eingriffen entfalten. Kornelia Hoffmann wird eine Auswahl ihrer Arbeiten vorstellen.

Der Vortrag gehört zum Programm des Forschungsfeldes wohnen+/-ausstellen in der Kooperation des Instituts für Kunstwissenschaft - Filmwissenschaft - Kunstpädagogik der Universität Bremen mit dem Mariann Steegmann Institut. Kunst & Gender (Leitung: Irene Nierhaus, Kathrin Heinz). Veranstaltet wird der Vortrag von der Forschungsgruppe wohnen+/-ausstellen und dem Kolloquium Bild-Raum-Subjekt.


VORTRAG - Vortragsreihe studio
9. Juni 2016, 19 Uhr, Universität Bremen, GW 2, B 3850
Änne Söll, Bochum
Was kocht denn da?
Fragen an die „Frankfurter Küche“ als Ausstellungsobjekt

Margarete Schütte-Lihotzkys „Frankfurter Küche“ aus den 1920er Jahren gilt als eines der bekanntesten Beispiele für modernes Design, das sich an Prinzipien der Standardisierung, der Hygiene, der Effizienz und Ergonomie orientiert. Als Design-Objekt ist sie in Sammlungen prominenter Museen angekommen. Der Vortrag untersucht die Geschichten, die durch die unterschiedlichen Ausstellungspraxen der „Frankfurter Küche“ erzählt werden. Wie wird die Frage nach Hausarbeit, Arbeitsverteilung und Ökonomie dort thematisiert? Wie wird Hausarbeit durch die Musealisierung der „Frankfurter Küche“ „re-gendered“ oder sogar „de-gendered“?


VORTRAG - Vortragsreihe studio
28. Juni 2016, 19 Uhr, Universität Bremen, GW 2, B 3850
Kea Wienand, Oldenburg
Migrantische Wohnsituation als Thema der Kunst der 1970er/1980er Jahre

Mitte der 1970er/Anfang der 1980er Jahre thematisierten einige Künstler_innen Lebensrealität und Wohnsituation von ‚Gastarbeitern‘ in der BRD. So brachte beispielsweise Olaf Metzel ein überdimensionales Hakenkreuz in einer „Türkenwohnung“ (1982) an. Der Vortrag diskutiert, inwiefern Metzels Arbeit und die anderer Künstler_innen die prekären Bedingungen, mit denen Migrant_innen konfrontiert waren, nicht nur aufzeigen, sondern in spezifischer Weise nachempfindbar machen.

Wohnen - jener vermeintliche Ort des Privaten - ist in der Moderne als gesellschaftlicher Schauplatz figuriert, an dem sich die innenorientiert moderne Subjektivität fortwährend veräußert, ausstellt und ausstellen muss. Wohnen richtet als politische, soziale und kulturelle An-Ordnung Zuschreibungen an Geschlechter, Ethnien, Körper und Nation ein. Das Forschungsfeld ist eine Kooperation des Instituts für Kunstwissenschaft - Filmwissenschaft - Kunstpädagogik der Universität Bremen mit dem Mariann Steegmann Institut. Kunst & Gender. Leitung und Konzept: Irene Nierhaus, Kathrin Heinz
studio ist die Vortragsreihe des Forschungsfeldes, Koordination und Durchführung: Christiane Keim

PUBLIKATIONEN

Kathrin Heinz

Heldische Konstruktionen.Von Wassily Kandinskys Reitern, Rittern und heiligem Georg

Bielefeld: transcript, 2015
www.transcript-verlag.de

Reiter und Ritter zählen zu den Lieblingsmotiven von Wassily Kandinsky. Insbesondere der mit dem Drachen kämpfende heilige Georg wird von ihm wiederholt dargestellt. Kathrin Heinz zeigt die grundlegende Bedeutung dieses Motivs für das künstlerische Programm des so genannten »Vorreiters« der Abstraktion auf und klärt, wie sich anhand eines Bildzeichens im Kontext historischer Männlichkeitsvorstellungen und künstlerischer Identitätspolitiken Lektüren über Kandinskys Selbstverständnis als Künstler generieren lassen. Ihre Studie leistet zudem eine kritische Reflexion kunstgeschichtlicher Erzählmuster und stellt damit einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Künstler/innenforschung dar.

324 Seiten, kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN 978-3-8376-1944-7, € 39,99

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BAND 1 SCHRIFTENREIHE

wohnen+/-ausstellen (Hg. Irene
Nierhaus, Kathrin Heinz):


Irene Nierhaus, Andreas
Nierhaus (Hg.)

Wohnen Zeigen. Modelle und Akteure

des Wohnens in Architektur und
visueller Kultur


Bielefeld: transcript 2014
Schriftenreihe wohnen+/-ausstellen, Bd. 1; www.transcript-verlag.de

Mit der Moderne ist Wohnen zu einem umkämpften Schauplatz gesellschaftlichen Handelns geworden, in dessen Mitte die Verhandlung des Subjekts und seiner sozialen Beziehungen steht. In unterschiedlichen Medien wie Architektur, Ausstellung, bildender Kunst, Zeitschrift, Film oder Literatur werden Modelle und Vorbilder produziert. In diesem Zeigen des Wohnens sind explizit und implizit Bewertungen und Erzählungen von einem richtigen oder schlechten Wohnen enthalten. Damit wird ein »Wohnwissen« realisiert, das an der Organisation der Wohnbauten und Wohnräume ebenso teilhat wie an den Bildwelten des Wohnens und an Vorstellungen von und über Bewohner/-innen. Die Beiträge des Bandes loten Wohnen als Verfahrensspielraum zwischen Didaktik und Handlungspotenzial aus.

366 Seiten, kart., zahlr. Abb., ISBN 978-3-8376-2455-7, € 38,99


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BAND 2 SCHRIFTENREIHE
wohnen +/-ausstellen (Hg. Irene 
Nierhaus, Kathrin Heinz): 



Katharina Eck / Astrid Silvia
Schönhagen (Hg.)

Interieur und Bildtapete
.
Narrative des Wohnens um 1800


Bielefeld: transcript 2014
Schriftenreihe wohnen+/-ausstellen, Bd. 2; www.transcript-verlag.de
 
Bildtapeten im Interieur um 1800 sind an der Herausbildung und Formung einer spezifischen, an bürgerlichen Werten orientierten Wohnkultur maßgeblich beteiligt. Sie entfalten Erzählungen im bewohnten und bewohnbaren Raum, in dem sich Diskurse über »geschmackvolles« Einrichten mit ästhetischen und moralischen Wertvorstellungen der Epoche verschränken. Zugleich sind die tapezierten Interieurs Aushandlungsorte von Erzählungen der Bewohnerinnen und Bewohner und ihrer vielfältigen Praktiken im Alltag, die mit zeitgenössischen Idealen von Körper, Geschlecht, Ethnizität und Nation verknüpft sind.
Solchen Narrativen und Beziehungsgeflechten spüren die Beiträge dieses Bandes nach, der aus interdisziplinärer Perspektive die mannigfaltigen Verschränkungen von Inneneinrichtung, Raumanordnungen und Subjektkonstitution in Wohndiskursen zu Beginn der Moderne offenlegt und einer kulturhistorischen Neubewertung unterzieht.
Band 2 der Reihe »wohnen+/-ausstellen«.

250 Seiten, kart., zahlr. Abb., ISBN 978-3-8376-2418-2, € 29,99 €